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07.01.2026News

Open Source – Ein unterschätzter Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Schriftzug ›OpenTalk‹ in leuchtendem Grün auf dunkelblauem Hintergrund. Darunter ein lineares Icon: eine Hand hält eine stilisierte Erdkugel mit Blatt, Symbol für Nachhaltigkeit und Verantwortung.

Wenn es um Klimaschutz geht, denken die meisten zuerst an Verkehr, Energie oder Konsum. Doch auch die digitale Welt hat einen wachsenden ökologischen Fußabdruck. Rechenzentren, Hardwareproduktion und der stetig steigende Web-Traffic verbrauchen enorme Mengen Energie. Hier kann Open Source Software (OSS) einen überraschend großen Beitrag leisten, nicht als alleinige Lösung, aber als wichtiger Baustein für eine nachhaltigere Digitalisierung.

Eigene Blogs oder Unternehmenswebsites erscheinen auf den ersten Blick kaum als Klimasünder. Doch jede Datenübertragung im Internet benötigt Energie und diese stammt nach wie vor überwiegend aus fossilen Quellen.

Zugleich werden viele moderne Websites immer komplexer und grafisch aufwendiger gestaltet. Das hat zur Folge, dass sie oft nur auf aktueller Hardware performant laufen. Nutzer*innen sehen sich dadurch indirekt unter Druck gesetzt, Geräte häufiger zu erneuern. Dabei entsteht der größte Teil der CO₂-Bilanz eines Geräts nicht während der Nutzung, sondern bereits in der Produktion: Allein die Herstellung eines neuen Smartphones verursacht durchschnittlich 60 bis 90 Kilogramm CO₂, noch bevor es überhaupt eingeschaltet wird.

Diese Zusammenhänge zeigen: Nachhaltigkeit ist längst auch ein Thema der Softwarewelt. Doch was genau macht Software nachhaltig und weshalb spielt Open Source in diesem Kontext eine so entscheidende Rolle?

Wie Open Source zur Nachhaltigkeit beiträgt

Einer der größten Vorteile von Open Source ist die Möglichkeit, ältere Geräte länger zu nutzen. Viele Open-Source-Betriebssysteme und Anwendungen sind ressourcenschonend programmiert und laufen auch auf älterer Hardware zuverlässig. Dadurch müssen Nutzer*innen ihre Geräte seltener ersetzen, was Elektroschrott reduziert und wertvolle Rohstoffe schont.

Proprietäre Software hingegen zwingt häufig zu regelmäßigen Updates oder Versionswechseln, durch die ältere Geräte und Programme schnell unbrauchbar werden. Open Source gibt den Nutzer*innen die Freiheit, Software unabhängig vom Hersteller anzupassen und weiterzuentwickeln. Dadurch verringert sich die Notwendigkeit, Hardware häufig zu erneuern, was die Lebensdauer technischer Geräte deutlich verlängert.

Viele Open-Source-Lösungen sind zudem modular aufgebaut. Nutzer*innen können genau die Komponenten installieren, die sie benötigen, und auf überflüssige Funktionen verzichten. Das reduziert den Energieverbrauch auf Endgeräten ebenso wie den Ressourcenbedarf in Rechenzentren.

Offener Quellcode schafft außerdem Transparenz und ermöglicht es Entwickler*innen, Software nachzuvollziehen, zu optimieren und wiederzuverwenden. Dieser Wissensaustausch verhindert doppelte Entwicklungsarbeit und sorgt dafür, dass vorhandene Ressourcen effizient genutzt werden.

Ein weiterer Aspekt ist digitale Souveränität. Open Source verringert die Abhängigkeit von großen Technologieanbietern, da Organisationen Systeme langfristig selbst betreiben und anpassen können. Das erhöht die Unabhängigkeit und fördert nachhaltige IT-Infrastrukturen, die nicht an kurzfristige Produktzyklen gebunden sind.

Darüber hinaus fördert das Open-Source-Modell Zusammenarbeit und Innovation. Durch gemeinschaftliche Entwicklung entstehen neue Lösungen schneller, können kontinuierlich verbessert und in unterschiedlichen Kontexten wiederverwendet werden.

Fazit

Nachhaltigkeit beginnt oft im Kleinen, auch in der Art, wie wir Software entwickeln und nutzen. Open Source gibt uns die Chance, digitale Technologien verantwortungsvoll zu gestalten und Ressourcen zu schonen, ohne auf Komfort oder Innovation zu verzichten. Mit Plattformen wie OpenTalk wird spürbar, dass nachhaltige Digitalisierung längst Realität ist. Diese Bemühungen werden auch offiziell anerkannt: OpenCloud wurde mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet – für energieeffiziente, ressourcenschonende Softwarearchitektur und nachhaltige IT-Beschaffung.

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